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Yard Management (Hofsteuerung)

Yard Management (Hofsteuerung): Steuerung aller Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände, von der Zeitfensterbuchung über die Zuweisung der Rampe bis zur Ausfahrt. Ziel sind kurze Wartezeiten und wenig Standgeld.

Der Lkw ist pünktlich, aber die Rampe ist belegt. Er wartet eine Stunde, dann zwei. Für den Fahrer geht Lenkzeit verloren, für den Spediteur eine Tour, für den Versender wird es teuer. Yard Management, auf Deutsch Hofsteuerung, sorgt dafür, dass Fahrzeuge auf dem Gelände ohne lange Wartezeiten ankommen, laden und wieder abfahren.

Die Bausteine des Yard Managements

Baustein Aufgabe
Zeitfensterbuchung Spediteure buchen vorab ein Zeitfenster für die Anlieferung oder Abholung
Einfahrt und Anmeldung Fahrzeuge werden am Tor erfasst und dem gebuchten Auftrag zugeordnet
Rampenzuweisung Jedes Fahrzeug bekommt die passende Rampe, abgestimmt mit dem Lager
Abstellflächen Auflieger und Wechselbrücken werden geordnet abgestellt und wiedergefunden
Auswertung Wartezeiten und Termintreue werden gemessen

Wie Wartezeiten die Frachtkosten treiben

Spediteure planen ihre Fahrzeuge eng. Jede Stunde Warten fehlt woanders. Deshalb vereinbaren sie eine freie Wartezeit und berechnen danach Standgeld.

Wer seine Rampen schlecht steuert, zahlt doppelt: einmal direkt über das Standgeld und einmal indirekt, weil Spediteure die Wartezeiten bei der nächsten Ausschreibung in die Rate einrechnen.

Beispiel mit erfundenen Zahlen: Ein Lager empfängt 30 Lkw am Tag. Vereinbart sind zwei Stunden freie Wartezeit und 45 € Standgeld je weitere Stunde.

Situation Rechnung Standgeld je Monat
Ohne Hofsteuerung: 10 Lkw am Tag warten im Schnitt 1,5 Stunden zu lang 10 × 1,5 × 45 € × 21 Tage 14.175 €
Mit Zeitfenstern: 2 Lkw am Tag warten 0,5 Stunden zu lang 2 × 0,5 × 45 € × 21 Tage 945 €

Standgeld mit eFrexx

In eFrexx legen Sie in der Gebotsstruktur fest, welche Zuschläge und Zusatzleistungen die Spediteure angeben müssen, auch das Standgeld. Alle Angebote enthalten so dieselben Positionen, und Sie vergleichen von Anfang an den Preis, den Sie am Ende tatsächlich bezahlen.

Häufige Fragen

Was ist Standgeld?

Eine Vergütung, die der Frachtführer verlangt, wenn sein Fahrzeug beim Be- oder Entladen länger warten muss als vereinbart. Wie viel Wartezeit frei ist und was jede weitere Stunde kostet, regelt der Vertrag.

Brauche ich für Yard Management eine Software?

Nicht zwingend. Bei wenigen Fahrzeugen am Tag genügen oft feste Zeitfenster und eine klare Absprache. Bei vielen Fahrzeugen helfen ein Yard-Management-System oder eine Zeitfensterbuchung, die mit dem Lager verbunden ist.

Warum ist Yard Management für den Frachteinkauf wichtig?

Lange Wartezeiten kosten die Spediteure Geld. Sie rechnen das als Standgeld ab oder kalkulieren es in die Frachtrate ein. Ein gut organisierter Hof macht Sie als Kunden attraktiver und senkt die Preise.