Frachtkostenanalyse: Systematische Auswertung der eigenen Transportdaten, um zu erkennen, wo Frachtkosten entstehen und an welchen Stellen sich sparen lässt.
Viele Unternehmen kennen ihre gesamten Frachtkosten, aber nicht deren Zusammensetzung. Welche Relationen sind besonders teuer? Wie viel geht für Zuschläge drauf? Wie viele Transporte werden kurzfristig zu Tagespreisen eingekauft, obwohl sie planbar wären? Die Frachtkostenanalyse beantwortet diese Fragen und ist damit der erste Schritt zu einem besseren Frachteinkauf.
Welche Kennzahlen sind aussagekräftig?
| Kennzahl | Was sie zeigt |
|---|---|
| Kosten je Sendung | Gesamtniveau, gut für den Vergleich über die Zeit |
| Kosten je 100 kg oder je Palette | Effizienz unabhängig von der Sendungsgröße |
| Kosten je Relation | Wo das meiste Geld ausgegeben wird |
| Anteil der Zuschläge | Wie viel neben der Grundfracht anfällt |
| Anteil der Spot-Transporte | Wie planbar der Frachteinkauf ist |
| Kosten je Spediteur | Wie verteilt das Volumen ist |
Der typische Ablauf
- Daten sammeln: Sendungsdaten und Rechnungen eines Zeitraums, idealerweise eines ganzen Jahres.
- Daten bereinigen: einheitliche Orte, Gewichte und Kostenpositionen.
- Nach Relationen und Sendungsarten gruppieren.
- Die großen Posten finden: Meist verursacht ein kleiner Teil der Relationen den größten Teil der Kosten.
- Mit dem Markt vergleichen: Liegen die Preise auf diesen Relationen im üblichen Rahmen?
- Maßnahmen ableiten: etwa einen Tender für die großen Relationen oder neue Regeln für Zuschläge.
Beispiel mit erfundenen Zahlen: Ein Versender wertet ein Jahr aus, 2,5 Mio. € Frachtkosten insgesamt.
| Erkenntnis | Wert |
|---|---|
| Anteil der 10 größten Relationen an den Kosten | 62 % |
| Anteil der Zuschläge an den Gesamtkosten | 18 % |
| Anteil der Spot-Transporte an den Sendungen | 35 % |
| davon Relationen, die mindestens monatlich gefahren werden | 40 % |
Die Schlussfolgerung: Die zehn größten Relationen gehören in einen Tender, und ein Teil der Spot-Transporte ist so regelmäßig, dass feste Preise sinnvoll wären.
Typische Erkenntnisse
- Wenige Relationen verursachen den Großteil der Kosten.
- Viele Spot-Transporte sind in Wahrheit regelmäßig und gehören in einen Tender.
- Zuschläge machen mehr aus als gedacht.
- Das Volumen ist auf zu viele Spediteure verteilt, sodass keiner gute Konditionen bieten kann.
Frachtkostenanalyse und eFrexx
Wie viel Sie mit einer strukturierten Ausschreibung sparen können, zeigt Ihnen der Frachtkostenrechner als erste Einschätzung. Unsere Kunden senken ihre Frachtkosten mit eFrexx um 20 bis 30 %. Weil in eFrexx jede Ausschreibung vollständig dokumentiert ist, entsteht dabei außerdem eine saubere Datengrundlage für die nächste Analyse.
Häufige Fragen
Welche Daten brauche ich für eine Frachtkostenanalyse?
Mindestens für jede Sendung: Datum, Abgangs- und Zielort, Gewicht oder Menge, Spediteur und die tatsächlich bezahlten Kosten mit allen Zuschlägen. Gute Quellen sind Frachtrechnungen, das TMS oder das ERP-System.
Wie oft sollte man die Frachtkosten analysieren?
Gründlich mindestens vor jedem Tender, also meist einmal im Jahr. Ein paar Kennzahlen wie Kosten je Sendung und Anteil der Spot-Transporte lohnt es sich, laufend zu beobachten.
Was ist das Ergebnis einer Frachtkostenanalyse?
Ein klares Bild, welche Relationen und Sendungsarten die meisten Kosten verursachen, wo Preise über dem Markt liegen und welche Transporte in den nächsten Tender gehören. Daraus ergibt sich, wo eine Ausschreibung die größte Wirkung hat.