Frachtpflichtiges Gewicht: Gewicht, nach dem tatsächlich abgerechnet wird: das höhere von echtem Bruttogewicht und dem Gewicht, das sich aus dem Volumen der Sendung ergibt.
Ein Karton voller Daunenjacken wiegt wenig, nimmt aber viel Platz ein. Ein Karton voller Schrauben ist klein, aber schwer. Damit beide fair bepreist werden, rechnen Spediteure und Fluggesellschaften nicht nur mit dem tatsächlichen Gewicht, sondern auch mit einem Gewicht, das aus dem Volumen abgeleitet wird. Bezahlt wird der höhere der beiden Werte. Dieser Wert heißt frachtpflichtiges Gewicht, englisch chargeable weight.
So wird es berechnet
- Tatsächliches Gewicht der Sendung inklusive Verpackung ermitteln.
- Volumen messen: Länge × Breite × Höhe, jeweils an der breitesten Stelle.
- Volumengewicht errechnen, mit dem Umrechnungsfaktor des Verkehrsträgers.
- Den höheren Wert aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht abrechnen.
Übliche Umrechnungsfaktoren
| Verkehrsträger | Faktor | entspricht |
|---|---|---|
| Luftfracht | 1:6.000 | 1 m³ = rund 167 kg |
| Paket- und Expressdienste | Häufig 1:5.000 | 1 m³ = 200 kg |
| Seefracht als LCL | „Gewicht oder Maß“ | 1 m³ = 1.000 kg |
| Straßengüterverkehr | Vertraglich festgelegt | Häufig über Lademeter oder Stellplätze |
Beispiel mit erfundenen Zahlen: Zwei Sendungen, einmal per Luftfracht, einmal per Seefracht.
| Luftfracht | Seefracht LCL | |
|---|---|---|
| Maße | 1,20 × 0,80 × 1,00 m | 3,2 m³ |
| Volumen | 0,96 m³ | 3,2 m³ |
| tatsächliches Gewicht | 95 kg | 1.800 kg |
| Volumengewicht | 0,96 × 167 kg = 160 kg | 3,2 × 1.000 kg = 3.200 kg |
| frachtpflichtig | 160 kg | 3,2 Frachttonnen |
In beiden Fällen ist die Sendung „zu leicht für ihre Größe“. Abgerechnet wird deshalb das Volumen, nicht das Gewicht.
Was das für Ausschreibungen bedeutet
Damit Angebote vergleichbar sind, müssen alle Bieter von denselben Angaben ausgehen. Gehören Sie zu den Versendern mit leichter, sperriger Ware, sollten Maße und Gewicht in der Ausschreibung vollständig angegeben sein, und der Umrechnungsfaktor sollte für alle gleich festgelegt werden.
Frachtpflichtiges Gewicht mit eFrexx
In eFrexx hat jeder Verkehrsträger eigene Eingabemasken: Für Luftfracht fragt eFrexx zum Beispiel Gewicht und Volumen ab, für Seefracht die Container. So erhalten alle Spediteure dieselben Angaben, und ihre Angebote lassen sich eins zu eins vergleichen.
Häufige Fragen
Warum wird nicht einfach das echte Gewicht berechnet?
Weil leichte, sperrige Ware viel Platz belegt, der dann für andere Sendungen fehlt. Das Volumengewicht sorgt dafür, dass der Platzbedarf im Preis berücksichtigt wird.
Welcher Umrechnungsfaktor gilt in der Luftfracht?
Üblich ist das Verhältnis 1:6.000, also 1 m³ entspricht rund 167 kg. Bei Paket- und Expressdiensten wird häufig mit 1:5.000 gerechnet, also 200 kg je Kubikmeter.
Wie kann ich das frachtpflichtige Gewicht senken?
Vor allem durch kompaktere Verpackung. Jeder eingesparte Zentimeter Höhe, Breite oder Länge senkt das Volumengewicht. Bei sperrigen Gütern lohnt es sich, Kartongrößen und Palettierung zu überprüfen.