Bearbeitungszeiten in der Logistik definieren die exakte Zeitspanne, die für die Durchführung eines spezifischen Arbeitsablaufs benötigt wird – von der Initiierung bis zum Abschluss. Im Kontext des Frachteinkaufs umfasst dies den Zeitraum von der Erstellung einer Ausschreibung (Spot oder Tender) über den Eingang und die Prüfung der Angebote bis hin zur finalen Auftragsvergabe an einen Transportdienstleister. Kurze Bearbeitungszeiten sind ein entscheidender Indikator für effiziente Supply-Chain-Prozesse und digitale Reife.
Die Bearbeitungszeit (oft auch Durchlaufzeit im administrativen Sinne genannt) ist eine kritische Kennzahl (KPI) im Transportmanagement. Sie setzt sich aus verschiedenen Phasen zusammen:
In traditionellen, analogen oder veralteten digitalen Systemen treiben Medienbrüche (Wechsel zwischen E-Mail, Telefon und Excel) und fehlende Standardisierung die Bearbeitungszeiten unnötig in die Höhe.
Die Reduzierung der Bearbeitungszeiten ist für Verlader (Shipper) aus mehreren Gründen essenziell. Lange Prozesse binden Personalressourcen und verlangsamen die Reaktionsfähigkeit am Markt.
Wichtige Aspekte der Bearbeitungszeit in der Logistik:
Kostenreduktion: Zeit ist Geld. Manuelle Prozesse, wie das Pflegen von „Excel-Tapeten“ zum Preisvergleich, verursachen hohe Personalkosten.
Marktgeschwindigkeit: Bei Spot-Ausschreibungen (kurzfristigen Anfragen) entscheidet oft die Geschwindigkeit über die Verfügbarkeit von Laderaum.
Fehlerminimierung: Lange, manuelle Übertragungswege erhöhen das Risiko von Datenfehlern. Automatisierte Prozesse senken die Bearbeitungszeit und die Fehlerquote.
Ressourcenallokation: Durch verkürzte administrative Zeiten können sich Disponenten und Einkäufer auf strategische Aufgaben konzentrieren.
Transparenz: Schnellere Prozesse ermöglichen eine zeitnahe Auswertung der Frachtraten und eine bessere Kontrolle über das Budget.
